Wo
liegt Boracay (detailierte
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Boracay
ist eine kleine, ca. 8 Km lange Insel, an der schmalsten Stelle ca. 500m breit
und liegt nahe am südchinesischen Meer, zwischen der Sibuyan Sea und Sulu Sea,
in der Inselgruppe Visayas. Sie besteht aus drei Ortsgemeinden, Balabag, Manoc
Manoc und Yapak. Wenn man sich mal zu Fuß oder mit dem Mountainbike auf den Weg
macht, ist es erstaunlich, wie viele kleine Siedlungen im Dickicht versteckt sind,
oft führt nur ein unauffälliger Trampelpfad dort hin und geht man einen Schritt
weiter, steht man auf einmal wieder im Getümmel der mittlerweile fast 30.000 Einwohner,
die uebrigens 1981 gerade mal 600 zaehlten. Die Nachbarinsel Panay, 2-3 km entfernt,
bietet die nächst gelegene Infrastruktur mit einem kleinen Flughafen sowie Krankenhäusern
und natürlich einer Verkehrsanbindung nach Kalibo, die nächste, ca. 2 Stunden
entfernte, größere Stadt, mit Flughafen, Einkaufszentrum etc., sollte Sie mal
der Inselkoller packen. Die zweite, nächstgelegene Insel ist Carabao Island (Kuhinsel).
Persönlich waren wir dort noch nicht, da sie etwa 3 km entfernt ist und dort das
Meer auf Grund von Wind und Strömung manchmal nicht gefahrlos zu überqueren ist.
Es soll aber ein sehr schönes Ausflugsziel sein, auf dem der Tourismus noch keinen
Einzug erhalten hat. Mittelpunkt von Boracay ist natürlich die White-Beach, ein
ca. 3,5 km langer, weißer Sandstrand. Einige ruhigere Buchten gibt es ebenfalls,
die bekanntesten wären da die Dinivid-Beach und die Puka Beach im Inselteil Yapak.
Wer
sind die Leute ? (detailierte
Info's von einem Stammgast)
Zählt
man Einheimische und Auswanderer zusammen kommt man gut und gerne auf ca. 30.000
Einwohner zusätzlich natürlich noch jede Menge Touristen. Während sich die einen
voll und ganz auf den Tourismus konzentrieren, also für Hotels, Restaurants usw.
arbeiten, haben auch viele ein kleines Geschäft aufgebaut, das reicht vom Imbisstand
über fliegende Händler bis hin zum Ladenbesitzer. Der Arbeitsmarkt ist teilweise
so gut, dass viele sogar von den Nachbarinseln kommen um zu arbeiten. Einige Familien
widmen sich jedoch auch ganz traditionell dem Fischfang und versorgen die Hotels
und Restaurants, sowie den Markt mit immer fangfrischen Köstlichkeiten.
Die
Leute sind wie überall auf den Philippinen sehr nett und hilfsbereit, das eine
oder andere "Schlitzohr" natürlich nicht mit gezählt. Die Frauen und
Mädchen sind zum einen sehr schüchtern und scheu, gerade was Kontakt zu Touristen
betrifft, zum anderen unglaublich höflich und machen geradezu einen vornehmen
Eindruck. Klar, die Kids sind die ganze Bank durch immer aufgedreht und sobald
Sie die Scheu verlieren rotzfrech und verspielt, ist aber auch kein Wunder, manche
müssen schon mit jungen Jahren bis spät nachts arbeiten, da nimmt man jede Gelegenheit
wahr um ein bißchen zu toben. Die Männer sind unglaubliche Arbeitstiere, stundenlang
können Sie schwere Lasten in der Mittagshitze bewegen, unermüdlich sind Sie damit
beschäftigt, benötigte Güter zu verteilen, Strassen und Häuser zu bauen und trotzdem
immer ein freundliches Lächeln auf den Lippen.
Nach
der Schule oder nach der Arbeit, für Filipinos ist es schon fast Tradition, auf
jeden Fall aber ein Ritual: Karaoke. Ob früh morgens oder spät in der Nacht, im
Lokal oder in einer Hütte am Stadtrand, es wird geträllert bis sich die Balken
biegen.. und das können Sie wörtlich nehmen. Mangelndes Talent wird durch Inbrunst
und Lautstärke kompensiert, mit einer Hingabe, daß es eine wahre Freude ist...
Man munkelt jedoch, Frank Sinatra soll sich das eine oder andere Mal schon im
Grab umgedreht haben :-)
Es
gibt aber auch einige in Boracay, die es nicht so gut getroffen haben, aermere
Familien, die täglich in all dem Luxus ums überleben kämpfen müssen, die manchmal
dem Alkohol verfallen sind und dies durch Diebstahl finanzieren muessen, Menschen
mit denen niemand von uns tauschen möchte. Eines ist jedoch sicher: "Den Respekt
und die Freundlichkeit, die sie den Menschen entgegen bringen, werden Sie 100
mal zurück bekommen"
Infrastruktur
auf Boracay (detailierte
Info's von einem Stammgast)
Die
Infrastruktur von Boracay ist im Großen und Ganzen erstaunlich gut. Gerade in
letzter Zeit wurden Straßen neu gebaut, ein neues Polizeirevier gebaut und die
Stromausfälle (BrownOuts) halten sich immer mehr in Grenzen.
Es gibt Ärzte,
die nach Hause kommen, ein Medical Center und auch ein Krankenhaus, das einen,
fuer die Philippinen, hohen Standard hat und von kleineren Wehwehchen bis zum
gebrochenen Arm zuverlässig und sofort behandeln kann. Die Kosten hierfür sind
mehr als gering, ich selbst lag mal 3 Wochen flach, die Arztkosten lagen bei ca.
10 €, die Medikamente ca. 30 € Im Notfall wäre ich zu dem in 2-3 Stunden in Manila
im Krankenhaus gewesen.
Einkaufsmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden.
Ein kleiner romantischer Markt, der Talipapa, sowie ein neuer, modernerer
Markt, der De Mall. Ausserdem gibt es mittlerweile auch ein dreistoeckiges Kaufhaus,
das Crafts und einen Supermarkt, den Budgetmarket. Im Touristcenter ist ebenfalls
eine Einkaufsmöglichkeit und auf Boracay überall verteilt, zahllose Stände mit
unterschiedlichstem Angebot. Sollten Sie nicht gerade ein Ersatzteil für ein Hörgerät
oder einen Laptop brauchen, werden Sie hier so ziemlich alles bekommen können.
WICHTIG !!! Sollten Sie auf Medikamente
oder medizinische Geräte angewiesen sein, nehmen Sie diese unbedingt selbst mit,
denn so mal eben z.B. Insulin kaufen ist unter Umständen nicht möglich.
Die Fortbewegung erfolgt entweder auf dem Motorrad/Roller, dem Fahrrad, auf Booten,
den auf den Philippinen üblichen Tricycles und natürlich zu Fuß. Die zurück zu
legenden Wege sind jedoch meist eine Sache von wenigen Minuten, Boracay ist ja
nicht so groß.